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Niederweis, Katholische Filialkirche "St. Johannes Ev."
Die Orgel stammt aus der kath. Pfarrgemeinde Mespelbrunn bei Würzburg und wurde etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts von dem bekannten Würzburger Orgelbauer Balthasar Schlimbach (1807-1896) dort aufgestellt. 1976 erwarb Bistumskonservator Prof. Dr. Franz Ronig das Instrument, ließ es durch die Trierer Orgelbaufirma Rudolf Oehms abbauen und zunächst im Magazin des Bischöflichen Konservatoramtes in Trier lagern. 1985 kam es dann nach Niederweis. Hier wurde es von der Firma Oehms vorbildlich instandgesetzt, von Restaurator Herbert Schmittay farblich geschmackvoll ausgemalt und auf einer eigens dafür errichteten Empore im Westteil der Kirche aufgestellt. Das nahezu original erhaltene, einmanualige Werk hat Schleifladen mit mechanischen Trakturen und eine in die Vorderfront des Gehäuses eingebaute Spielanlage. Die Weihe erfolgte am 1. Adventssonntag 1985 mit Josef Monter an der Orgel. Disposition: I. Manual (C-f´´´) Holzgedackt 8´ Salizional 8´ Prinzipal 4´ Gedeckt 4´ Quinte 2 2/3´ Oktave 2´ Mixtur 2´ II. Pedal (C-f) Subbaß 16´ - Koppel - CD: Orgeln der Region Westeifel, Folge 2 Bestell-Nummer 95002 Hörbeispiel: J.K.Kerll (1627-1693): "Magnificat Primi Toni" aus "Modulatio Organica" Organist: Bernhard Blitsch |
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Neumagen-Dhron, Katholische Pfarrkirche "Heiligste Dreifaltigkeit"
In der katholischen Pfarrkirche steht eine zweimanualige Klais-Orgel aus den Jahren 1932 - 34 mit 25 Registern und pneumatischer Traktur. Das Werk ist die Stiftung einer Dhroner Familie, die für den Orgelbau ein Fuder Wein beisteuerte. In den Jahren 1966 und 1967 wurde die flächige Originaldisposition den heutigen Klangvorstellungen angepaßt, indem man vier 8' - Register durch entsprechende 4' - Register ersetzte. Disposition: I. Manual (C-g''') Principal 8' Rohrflöte 8' Oktave 4' Kleingedackt 4' Quinte 2 2/3' Waldflöte 2' Mixtur 5-6f 1 1/3' Trompete 8' II. Schwellwerk (C-g''') Bordunalflöte 8' Quintatön 8' Dulciana 8' Praestant 4' Traversflöte 4' Sesquialter 2f (2 2/3' + 1 3/5') Octave 2' Quinte 1 1/3' Nachthorn 1' Cymbal 4f 1/2' Oboe 8' Pedalwerk (C-f') Subbaß 16' Principalbaß 16' Rohrpommer 8' Octavbaß 8' Choralbaß 4' Posaune 16' Normalkoppeln. Sub- und Superkoppel II - I. 1 freie Kombination. Tutti. Schweller. Pneumatische Kegelladen. CD: Historische Orgeln im Landkreis Bernkastel-Wittlich Bestell-Nummer 21007 Hörbeispiel: Thomas Diedrich (*1964): Improvisation: Toccata "Lauda Sion" |
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Neuerburg, Katholische Pfarrkirche "St. Nikolaus"
Die Neuerburger Pfarrkirche hatte wahrscheinlich schon im 18. Jahrhundert eine Barockorgel, denn in den Visitationsakten von 1827 wird eine Orgel als "vorhanden" erwähnt. 1923 erhielt die Kirche eine neue Orgel mit romantischer Prägung als Op. 560 der Firma Friedrich Weigle aus Echterdingen. 1981 wurde das jetzige Werk als kompletter Neubau von derselben Firma gebaut. Das äußerlich und klanglich nach barocken Prinzipien erstellte Werk hat Schleifladen mit mechanischer Spiel- und elektrischer Registertraktur sowie eine 32-fache elektronische Setzeranlage. Anmerkung: Die in der Disposition mit * bezeichneten Holzregister stammen aus der Vorgängerorgel. Die Weihe erfolgte am 24. Mai 1981 mit Domorganist Wolfgang Oehms an der Orgel. Disposition: I. Rückpositiv (C-g´´´) Gedackt 8´ Prinzipal 4´ Salizional 4´ Nasat 2 2/3´ Waldflöte 2´ Terz 1 3/5´ Sifflöte 1 1/3´ Oktave 1´ Scharff 4f 1´ Krummhorn 8´ II. Hauptwerk (C-g´´´) Bourdon 16´* Prinzipal 8´ Gemshorn 8´ Schwebung (ab c) 8´ Oktave 4´ Hohlflöte 4´ Quinte 2 2/3´ Oktave 2´ Mixtur 5-6f 2´ Trompete 8´ Pedalwerk (C-f´) Subbaß 16´* Flötenprincipal 8´ Dolkan 4´ Rauschpfeife 2 2/3´ Oktave 2´ Posaune 16´ CD: Orgeln der Region Westeifel, Folge 1 Bestell-Nummer 94001 Hörbeispiel: Joh. Seb. Bach (1685-1750): Toccata d-moll, BWV 538 Organist: Alfons Müller |
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Mülheim, Evangelische Pfarrkirche
Das Werk ist eine Stumm-Orgel aus dem Jahre 1890 und gehört somit zu den letzten Werken, die von dieser bedeutenden Orgelbauer-Familie hergestellt wurden. Das einmanualige Instrument ist unverändert erhalten und präsentiert sich auch heute noch in seiner Originaldisposition. Disposition: I. Manual (C-f''') Principal 8' Gamba 8' Octav 4' Flöte 4' Salicional 4' Mixtur 3f Pedal (C-d') Subbaß 16' Violinbaß 8' - Koppel - Im Manual ist eine Koppel vorhanden. Das Instrument hat mechanische Kegelladen und wurde 1961 von der Firma Weigle instandgesetzt, gereinigt und imprägniert. CD: Historische Orgeln im Landkreis Bernkastel-Wittlich Bestell-Nummer 21007 Hörbeispiel: Friedrich Kühmestedt (1808-1852): Charakterstück, D-dur Organistin: Eva Mohr |
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Mückeln, Pfarrkirche (ehemals Treveris-Bau, Trier)
Nach der Vollendung der von 1896 - 1900 erbauten Treveris als Haus für die Arbeitervereine, das am 19. Mai 1900 von Bischof Korum eingeweiht wurde, lieferte die Fa. Voit & Söhne eine zweimanualige Orgel romantischer Prägung (siehe Foto).Nach dem Abriß des Gebäudes wurde sie 1974 der Pfarrgemeinde Mückeln, Kreis Daun, geschenkt und hier mit neuem Gehäuse und elektrischer Traktur von den Orgelbauern G.Cartellieri und P.Kön wieder aufgestellt. Dabei wurde auch die Disposition verändert, u.a. durch den Einbau einer Mixtur 1 1/3' und Umbau verschiedener Register zu Terz 1 3/5' Disposition: I.Hauptwerk (C-g''') Bordun 16' Prinzipal 8' Rohrflöte 8' Soloflöte 8' Fernflöte 8' Oktave 4' Gemshorn 4' Quinte 2 2/3' Waldflöte 2' Terz 1 3/5' Mixtur* 1 1/3' Trompete 8' Klarinette 4' II. Schwellwerk (C-g''') Praestant 8' Gedackt 8' Salicional 8' Schwebung 8' Prinzipal 4' Traversflöte 4' Oktävlein 2' Harmonia aetherial 1 1/3' Cymbel 1/2' Oboe 8' - Tremulant - Pedalwerk (C-f') Contrabaß 16' Subbaß 16' Oktavbaß 8' Flötenbaß 8' Choralbaß 4' Posaune 16' Normalkoppeln. 2 freie Kombinationen. Tutti. Schleifladen mit elektrischer Traktur. * = neues Register. Die Weihe erfolgte am 16. Juni 1974 mit Pater Raimund van Husen, Himmerod, an der Orgel. CD: Orgeln der Stadt Trier Bestell-Nummer 98003 Hörbeispiel: Ludwig Boslet (1860-1951): No.2 Fantasie zu einem alten Kirchenlied Organist: Josef Still |
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Monschau, Evangelische Pfarrkirche
Am 10. Januar 1809 beschloss die evangelische Kirchenratsversammlung die Anschaffung einer neuen Orgel. Deren Finanzierung sollte über eine Kollekte bei auswärtigen Freunden erfolgen. So kamen tatsächlich 2200 Reichstaler zusammen. Über die bis dahin genutzte kleine Orgel ist nichts bekannt. Nach Plänen des Krefelder Orgelbauers Peter Heinrich Kamp baute und lieferte der Monschauer Schreinermeister Hubert Joseph Jansen neben dem Orgelgehäuse vier ionische Säulen, die darauf befindliche große Orgelgalerie (Gesims) und das komplett notwendige Eisenwerk. In dem Vertrag mit Orgelbauer Kamp wurde eine 18-registrige Orgel für 1000 Reichstaler genannt. Die Gesamtkosten des Projektes beliefen sich auf 2300 Reichstaler. Am zweiten Adventssonntag 1810 fand die Einweihung der Orgel statt. Fast einhundert Jahre später, 1903, mußte dieses Instrument aber endgültig ersetzt werden, da es nicht mehr zu reparieren war. Den Bau der neuen Orgel übernahm die Firma Walcker aus Ludwigsburg/Württ. Für den Preis von 5480 Mark erhielt die Monschauer Kirche ein Werk mit 16 Registern, 2 Manualen und dem Pedal. 1906 wurde von derselben Firma ein Subbaß zugefügt. Der damalige Pfarrer Auler stiftete der Gemeinde noch eine sogenannte Organola, eine in die Orgel eingebaute Einrichtung zum selbständigen "Spielen" der Orgel. Da ein Organist nicht immer zur Verfügung stand wurde diese Apparatur häufiger eingesetzt. Die Programmierung selbst erfolgte über Papierlochstreifen. Während des 1. Weltkrieges mußten die zinnernen Prospektpfeifen zum Schmelzen abgegeben werden. Sie wurden durch Holzpfeifen ersetzt. Im Jahr 1925 konnte man durch den Erlös des Verkaufes in Imgenbroich (die evangelische Nachbargemeinde wurde in diesem Jahr aufgelöst) ein elektrisches Gebläse für die Monschauer Orgel anschaffen und einbauen lassen. Den 2. Weltkrieg überstand die Orgel relativ unbeschadet. Doch zu einem wachsenden Problem auch für das Instrument wurde die Kirchenheizung. Im September 1977 löste sich wenige Minuten vor Gottesdienstbeginn ein großes Stück des Deckenverputzes, das nun endgültig den Anlaß für umfangreiche Renovierungsarbeiten gab. Darin fiel auch die Erneuerung der Orgel durch die Firma Heinz Wilbrand in Übach-Palenberg, wobei der Prospekt in seiner alten Form erhalten wurde. Im April 1981 erfolgte dann die feierliche Wiedereröffnung der evangelischen Kirche und auch die Einweihung der erneuerten Orgel. Quelle: Bau-Geschichte der evangelischen Kirche, Monschau (1981) und Geschichte der Evangelischen Kirchengemeinde Monschau (1997) Die historische Aufnahme aus den 30er Jahren zeigt die Orgel der evangelischen Kirche mit dem bis heute nahezu unveränderten Prospekt. Heutzutage befindet sich der Spieltisch an der Frontseite (damals links), die rechts zu erkennenden Holzpfeifen wurden entfernt und das in der Mitte befindliche Wappen der Familie Scheibler ist nunmehr im Kirchenraum angebracht. Disposition: I. Manual (C-f''') Prinzipal 8' Gemshorn 8' Trompete 8' Oktave 4' Nachthorn 4' Querflöte 2' Mixtur 4f 1 1/3' - Tremulant II. Manual (C-f''') Gedeckt 8' Holzdulzian 8' Quintade 8' Rohrflöte 4' Prinzipal 2' Carillon 3f 2' Zimbel 3f 1/2' - Tremulant Pedal (C-d') Subbass 16' Fagott 16' Offenbass 8' Choralflöte 4' + Oktave 2' Koppeln: I.-Pedal/II.-Pedal/II.-I. CD: Die Orgeln der Stadt Monschau Bestell-Nummer 99006 Hörbeispiel: Andrea Lucchesi (1741-1801) - Rondo in C-Dur Organist: Wolfgang Orth |
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Monschau, Aukirche "St. Mariä Empfängnis"
Die Monschauer Aukirche als ehemalige Klosterkirche des angeschlossenen Minoritenklosters stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Bereits 1712 hatte der Kölner Erzbischof seine Erlaubnis zum Bau einer Kirche erteilt, woraufhin eine kleine Kapelle errichtet und 1714 eingeweiht wurde. Die Bauarbeiten an der Kirche selbst begannen 1725, aber erst im Jahr 1751 erfolgte ihre Einweihung. Ob zu dieser Zeit oder später eine Orgel vorhanden und wie diese möglicherweise ausgestattet war, darüber ist nichts bekannt, denn im Jahr 1860 vernichtete ein großer Brand fast die gesamte barocke Ausstattung des Gotteshauses. Fünf Jahre später, 1865, erhielt die neu gestaltete Aukirche eine Orgel, die von der heute in Aachen ansässigen Firma Stahlhuth erbaut wurde. Dazu wurde im Westen des Kirchenschiffs eine Orgelbühne errichtet. Die neugotische Kircheneinrichtung erhielt 1937 eine umfangreiche, dennoch wenig gelungene Restaurierung. 1969 mußten größere Instandsetzungen am Kirchenbau vorgenommen werden. Diesen Umstand nutzte man zur Neuausrichtung des Innenraumes (die Kirche ist heute querorientiert). Die Orgel erhielt ihren neuen Standort im Osten des Kirchenschiffes. Im gleichen Jahr wurden zwei Register der alten Orgel und ein Teil der Prospektpfeifen ausgetauscht, hinzu kamen die Register "Carillon" und "Scharff" im 2.Manual. In Zusammenarbeit mit den Orgelbauern entwarf die Architektin Ursula Legge-Suwelack ein neues, architektonisch reizvolles Gehäuse aus massivem Holz. Der ungewöhnlich gestaltete Prospekt zeigt vier verschieden große, kubische Pfeifenkammern, die die Gliederung der Orgel in zwei Manuale (I. Manual 11 Register , II. Manual 6 Register) und Pedal (5 Register) erkennen lassen. Überdies lebt der Prospektentwurf von dem Farbenspiel verschiedener Pfeifenmaterialien, so zum Beispiel hölzerne Subbaßpfeifen des Pedals neben kupfernen der Manualwerke. Im Jahr 1996 erfolgte eine umfangreiche Generalüberholung des Instrumentes unter Beibehaltung der alten Windladen. Das Ziel der ausführenden Orgelbaufirma Stockmann aus Werl war vor allen Dingen, die ursprüngliche Klangfarbe von 1865 wieder zu erhalten. Neben zahlreichen Überarbeitungen und technischen Verbesserungen wurden auch die Schleifladen komplett renoviert; das II. Manual erhielt einen neuen Tremulanten. Quellen: Orgelweiheschrift 1996, Ruth Stockmann / Auszug Zeitschrift "Das Münster", 1978 - Heft 2 / Wolfgang Orth Auszug aus "Rheinische Kunststätten" Heft 354, 1990, Ursula Legge-Suwelack und Wolfgang Zahn Disposition: I. Manual, Hauptwerk (C-g''') Bordon 16' Prinzipal 8' Harmonieflöte 8' Viola da Gamba 8' Gedacktquinte 5 1/3' Praestant 4' Waldflöte 4' Superoktave 2' Sesquialtera 2f 2 2/3' 1 3/5' Mixtur 4f 2' Trompete 8' II. Manual, Positiv (C-g''') Rohrflöte 8' Prinzipal 4' Flauto oktaviante 4' Querflöte 2' Carillon 2f Scharff 3f 1' - Tremulant Pedal (C-f') Prinzipalbaß 16' Subbaß 16' Oktavbaß 8' Posaune 16' Trompete 8' Intonation: Lothar Rüthenschmidt, Fa. Stockmann CD: Die Orgeln der Stadt Monschau Bestell-Nummer 99006 Hörbeispiel: Wolfgang Orth - Improvisation über "Maria, breit´ den Mantel aus" Organist: Wolfgang Orth |
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Monschau, Alte Pfarrkirche "St. Mariä Geburt"
Die heutige Orgel besteht aus einem siebenteiligen Oberwerkprospekt von 1741, der aus dem Kloster Mariawald in Heimbach stammt, einem dreiteiligen Sockelprospekt von 1834 und einem neuen Gesamtorgelwerk aus dem Jahr 1983 nach Entwurf von Victor Scholz (Mönchengladbach) und Ausführung durch die Orgelbaufirma Josef und Friedbert Weimbs aus Hellenthal. 1972 wurde das Instrument von der Landesdenkmalpflege auf seinen historischen Wert hin überprüft, doch erst sechs Jahre später konnten konkrete Überlegungen zur Restaurierung angestellt werden. Zu dieser Zeit war das Innere der Orgel völlig defekt. Die Schleifenwindlade mit zehn Registern stammte ursprünglich aus einer anderen Barockorgel, paßte aber trotz ihrer historischen Herkunft nicht in die Orgelanlage. Zudem gaben die Anordnung der Pfeifen, die eine angemessene Stimmpflege unmöglich machte, sowie die Beschaffenheit anderer Orgelteile einige Rätsel auf. Mit der Einweihung der wiederhergestellten Orgel im Mai 1983 erhielt die alte Pfarrkirche ein Instrument, das in seinem Klang die Bedürfnisse unserer Zeit berücksichtigt, in seiner Optik dem kunstvollen, historisch gewachsenen Gesamtgehäuse gerecht wird. Das mechanische, zweimanualige Orgelwerk mit zwei Pedalregistern hat heute 914 Pfeifen, davon 54 Holz-, 54 Zungen- und 806 Labialpfeifen. Damit hat die Orgel einen stärkeren Klang als vor ihrer Restaurierung. Ursprünglich war nämlich das Unterwerk als Blindprospekt ohne Klang vorgesehen. Der barocke Orgelprospekt stand sicher auch in Monschau noch als Brüstungsprospekt allein auf der Empore und hatte den ehemaligen kleinen Pfeifenmaßen zufolge einen hellen, leichten Klang ohne Baßklanggravität, so wie es im 18. Jahrhundert üblich war. Dieser äußerst schwungvolle und reich dekorierte Teil des Orgelgehäuses vermittelt auch heute noch einen lebhaften Eindruck der Orgelbauweise der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts und kann daher als ein Meisterwerk der Orgelbaukunst dieser Zeit angesehen werden. Wesentlich einfacher und steifer ist demgegenüber der dreiteilige Unterbau, der 1834 wahrscheinlich durch die Eifeler Orgelbauer Gebrüder Joseph, Michael und Christian Müller (Reifferscheid) hinzugefügt wurde. Bei der letzten Restaurierung ist auf beiden Prospektteilen nur noch eine Farbfassung gefunden worden, die mit ihrem rotbraunen Caput mortuum und Ölvergoldung der Ornamente als Neufassung übernommen wurde. Quellen: Rheinische Kunststätten - Ursula Legge-Suwelack und Wolfgang Zahn, Heft 354, 1990 sowie Weiheschrift der Orgel, Mai 1983 Disposition: I. Manual Hauptwerk (C-f''') Principal 8' Rohrflöte 8' Oktave 4' Gemshorn 2' Mixtur 4f 1 1/3' Trompete 8' II. Manual Unterwerk (C-f''') Metallgedeckt 8' Flauto 4' Principal 2' Sesquialtera 2 2/3' / 1 3/5' ab cO Larigot 1 1/3' / 1' - Tremulant - Pedalwerk (C-d') Subbaß 16' Gedecktflöte 8' Koppeln: II. / I. - I. / Pedal - II. / Pedal Disposition: Viktor Scholz Orgelbau: Weimbs, Hellenthal Intonation: Friedbert Weimbs CD: Die Orgeln der Stadt Monschau Bestell-Nummer 99006 Hörbeispiel: Andrea Lucchesi (1741-1801) - Sonate 4, F-Dur Organist: Wolfgang Orth |
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Lünebach, Katholische Pfarrkirche "St. Gertrud"
Nachdem die schweren Kriegsschäden an der 1759 erbauten Kirche unter großen Opfern behoben und 1965/66 eine Erweiterung vorgenommen worden war, konnte 1983 auch eine Orgel angeschafft werden. Es ist die erste Orgel der Lünebacher St. Gertrudskirche, erbaut 1983 von der Firma Mayer-Orgelbau aus Heusweiler. Sowohl das von dem Trierer Kunstmaler Werner Persy mit farbenfrohen Blüten und Blumen schön gestaltete Gehäuse als auch die von Gerd Mayer entworfene klangliche Disposition sind bemerkenswert. Das mit Haupt-, Brust- und Pedalwerk ausgestattete Instrument hat 15 Register sowie eine mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur. Disposition: I. Hauptwerk (C-g´´´) Prinzipal 8´ Rohrflöte 8´ Octave 4´ Waldflöte 2´ Mixtur 4f 1 1/3´ Schalmey 8´ II. Brustwerk (C-g´´´) Holzgedackt 8´ Viola di Gamba 8´ Metallgedackt 4´ Principal 2´ Sesquialter 2f Sifflöte 1 1/3´ - Tremolo - Pedalwerk (C-f´) Subbaß 16´ Offenbaß 8´ Flöte 4´ Normalkoppeln. CD: Orgeln der Region Westeifel, Folge 2 Bestell-Nummer 95002 Hörbeispiel: Joh. Seb. Bach (1685-1750): Choral "Wer nur den lieben Gott läßt walten" aus dem "Orgelbüchlein" Organist: Josef Monter |
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Lötzbeuren, Evangelische Pfarrkirche
Die Kirche ist mit ihren 1967 freigelegten Malereien und einer vollständig erhaltenen Ausstattung des 18. Jahrhunderts eines der schönen Beispiele ländlicher Barockkunst im Hunsrück. Darin inbegriffen ist auch die kleine, reizvolle Orgel, 1752 von den Gebrüdern Stumm in die Brüstung der Empore gebaut. Das nahezu original erhaltene Werk verfügt über mechanische Schleifladen, einer seitlich angebrachten Spielanlage und präsentiert sich in einem schön geschnitzten Barockgehäuse. Disposition: I. Manual (C-d''') Hohlflöte 8' Principal 4' Flöte 4' Quint 3' Octav 2' Terz 1 3/5' Mixtur 3f 1' rep. G - g' Trompete 8' - Tremulant - Pedal (CD-d) Angehängt - Koppel - Nach einem Abnahmebericht vom 14. September 1889 wurde die Orgel von Gustav Stumm renoviert, wobei sie ein neues Magazingebläse und statt der Terz eine Gambe 8' erhielt. Bei einer Restauration durch die Fa. Gebr. Oberlinger wurde die Terz wieder eingefügt und damit der ursprüngliche Zustand wieder hergestellt. CD: Historische Orgeln im Landkreis Bernkastel-Wittlich Bestell-Nummer 21007 Hörbeispiel: Johann Christoph Friedrich Bach (1732-1795): Allegretto con XVIII Variatione "Morgen kommt der Weihnachtsmann" Organist: Jürgen Rehberg |
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